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Landrat Georg Huber zu Gast bei Hightech Unternehmen

vom 27.10.2017
von LCTech

Der Landrat des Landkreises Mühldorf am Inn besucht mit Führungskräften seines Hauses den Neubau der Firma LCTech GmbH, Automatisierungsspezialist für Probenvorbereitung in der Umwelt- und Lebensmittelanalytik. Spannende Themen rund um Lebensmittel und Umwelt kamen zur Sprache als Georg Huber, Landrat des Landkreises Mühldorf, und Führungskräfte aus dem Landratsamt die Firma LCTech in Obertaufkirchen besuchten. LCTech hatte erst zu Beginn dieses Jahres den Firmensitz von Dorfen nach Obertaufkirchen verlegt. Daher waren die Geschäftsfelder des Unternehmens für die Besucher aus dem Landratsamt ebenso neu wie auch das Gebäude. Der Geschäftsführer von LCTech, Michael Baumann, erläuterte, welche Aufgaben die innovativen Robotiksysteme des Unternehmens weltweit in den Laboratorien übernehmen. Am Beispiel des Kaffees wurden die Einsatzgebiete anschaulich erläutert, zumal sich in diesem Genussmittel die ganze Bandbreite der Probenvorbereitung zur anschließenden Analytik von Pestiziden und Mykotoxinen vom Erzeuger bis hinein in die Kaffeetasse anschaulich erläutern lässt. Die Systeme von LCTech werden in der Aufreinigung der Probenextrakte eingesetzt und verbessern die Leistungsfähigkeit der Laboratorien erheblich. Höherer Probendurchsatz mit geringeren Kosten pro Analytik und das auch noch in besserer Qualität sind das sichtbare Ergebnis. Dabei wies Baumann immer wieder auf die Berührungspunkte im Alltag hin, seien es Verunreinigungen durch Pestizide, oder Dioxine in Lebensmitteln, wie in Eiern oder im Wasser, oder das Insektensterben aufgrund des Einsatzes von Pestiziden und lies es sich nicht nehmen, auch die daraus resultierenden Auswirkungen auf die Menschen aufzuzeigen. Der alltägliche Kontakt mit der negativen Seite der Leistungssteigerung in der weltweiten Agrarwirtschaft und der allgemeinen Umweltbelastung motivierte den Geschäftsführer bei der Planung und dem Bau des neuen, von der EFRE geförderten, Firmensitzes zu einer nicht alltäglichen Lösung. Entstanden ist ein beeindruckendes Gebäude, das konsequent als Passivhaus gebaut wurde und eine hervorragende Energiebilanz aufweist. Das nur mit Strom als Energieträger versorgte Gebäude wird über eine Wärmepumpe mit außenliegenden Erdwärmetauschern in Verbindung mit der Energierückgewinnung der Abluft und einer Photovoltaik-Anlage geheizt wie auch gekühlt. Dies führte zu einem dramatischen Rückgang des Energiebedarfes von über 80 % im Vergleich zu den alten Räumlichkeiten. Neben hochmodernen Arbeitsplätzen steht den Mitarbeitern sowohl großzügige Teeküchen als auch eine Kantine mit außenliegender Holzterrasse zur Verfügung. Zahlreiche, detaillierte Nachfragen zeigten das Interesse der gut vorbereiteten Besucher und machten auch die Vernetzung im Arbeitsumfeld des Landratsamtes deutlich. Landrat Huber stellte fest, dass einerseits immer mehr Kontrollen seiner Behörde in lebensmittelrelevanten Betrieben durchzuführen seien, andererseits die Analysenergebnisse relativ lange auf sich warten lassen. Diesen Spannungsbogen konnte die Diskussion natürlich nicht lösen, gibt jedoch ein Indiz, wie automatisierte Systeme den Labordurchsatz erheblich beschleunigen können. Am Beispiel der Dioxinanalytik ist dies einfach nachzuvollziehen. Wird hier bei einer manuellen Laborabwicklung für eine kleine Serie mit Tagen oder gar mit mehr als einer Woche gerechnet, kann bei automatisierter Probenvorbereitung die benötigte Zeit auf nur wenige Stunden reduziert werden. LCTech hat sich in den letzten Jahren hervorragend entwickelt. Etwa 80 Prozent der Anlagen werden exportiert, davon mehr als die Hälfte in Länder außerhalb Europas. Innovative Produkte, in zentralen Funktionen durch eigene Patente abgesichert, verhelfen dem Unternehmen nach erheblichen Umsatzsteigerungen in den letzten Jahren auch in diesem Jahr wieder zu einem zweistelligen Umsatzzuwachs. Daher sind zurzeit mehrere attraktive und anspruchsvolle Positionen für Mechatroniker oder Chemikanten im Kundensupport, sowie je eine Position in der Softwareentwicklung und im Vertrieb zu besetzen. Ein Rundgang durch das Gebäude beschloss den Besuch, bei dem der Landrat und seine Mitarbeiter ein neu im Landkreis angesiedeltes, innovatives Firmenunternehmen mit internationaler Ausrichtung kennengelernt haben.



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